|
|
 |
|
|
|
|
|
|
Die Ursprünge unserer idyllisch gelegenen Burg liegen im sagen-
umwobenen Dunkel der Geschichte verborgen, gesichert gilt ihre Existenz ab dem 12. Jh. In der Folgezeit durchlebte sie eine wechselvolle Geschichte, überstand, wohl mit so einigen
Blessuren kriegerische Auseinandersetzungen und Naturunbilden. Mit den gestiegenen Ansprüchen an einen
Herrschaftssitz wurden am Ende des 18.Jh. ein Grossteil der ehem. umfangreichen Wasserburganlage abgerissen, erhalten blieb nur der Bergfried, der palasartige Ostflügel und wenige
Räume der Unterburg. Diese „Restburg“ wurde dann gestalterisch in den damals neu angelegten Schlosspark integriert. Als Herrschaftssitz diente von nun an das im Stiele eines
Barockschlosses erbaute neue Herrenhaus. Heute stellt die Burg Rabenstein mit vielen Veranstaltungen so wie wechselnden Sonderaustellungen einen der kulturellen
Mittelpunkte im Erholungsgebiet Rabenstein dar. Innerhalb des Palas kann der Besucher aufwendig restaurierte Wandmalereien aus
den Anfängen des 17.Jahrhunderts bewundern, oder vom Turm die tolle Aussicht über Rabenstein bis zu den Gipfeln des Erzgebirges
genießen. Die Räume der Unterburg bieten einen eindrucksvollen Platz für Veranstaltungen oder Familienfeiern im historischen Ambiente. Auf der Burg Rabenstein wurden Hans Carl von Carlowitz geboren er gilt als Schöpfer des Begriffs der Nachhaltigkeit.
|
|
|
|
|
|
Schloss Rabenstein
|
|
In direkter Nachbarschaft zur Burg liegt das barocke Schloss Rabenstein. Dieses
wurde vom damaligen Herren der Burg und des Rittergutes zu Oberrabenstein Johann Georg Siegert erbaut. Es diente bis 1945 als herrschaftlicher Wohnsitz. Die
Besetzung des Hauses durch die russische Kommandantur erfolgte im Jahre 1946. In dieser Zeit brannte das Nebengebäude völlig nieder. Danach diente es als Altersheim, und später komplett Saniert als Gästehaus des DDR Vorzeigeunternehmens „Textima“. Heute
beherbergt das Haus ein Integrationshotel, dieses bietet Raum für Veranstaltungen und Feierlichkeiten im barocken Ambiente. Das Restaurant ist für seine ausgezeichnete Küche
bekannt. Besonders Sehenswert sind der Spiegelsaal, das Jagdzimmer, der Blaue Salon und auch das Schlossstübel. Gesellschaften wird auf Wunsch der Aufstieg zum Turm gestattet, von welchem man einen
wunderschönen Ausblick auf die Burg auf der einen- und die Streuobstwiese mit Wurzelschänke und Campingplatz auf der anderen Seite hat.
Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts wurde das Schloss von einem weitläufigem Landschaftspark umgeben, welcher sich weit über den
Schützenberg erstreckte, um dann nahezu nahtlos in den Rabensteiner Wald überzugehen. Heute ist nur noch der untere Teil um Burg und
Schützenberg erhalten. Der Rest ist in Privatgärten und den Campingplatz aufgegangen.
|
|
|
|
|
|
Die Rabensteiner unterirdischen Felsendome sind ein ehemaliges Bergwerk, erstmals erwähnt im Jahre 1375.
Etwa 30 Millionen Arbeitsstunden waren nötig, um die einzigartigen Höhlen in den Rabensteiner Fels zu
meißeln. Über 600 Jahre schufteten die Bergleute mit einfachsten Werkzeugen, nur weil sie den guten
Rabensteiner Kalk begehrten. An Ort und Stelle wurde dieser abgebaut, gebrannt und ins Land versandt.
Außer dem Kalk gab es hier Funde seltener Mineralien welche heute in vielen Musen der Welt (u.a. auch
im Naturkunde Museum Chemnitz) zu bestaunen sind. Unsere Vorfahren schufen aber in Schwerstarbeit vor allem wahre steinerne Kunstwerke, eben diese "Felsendome".
Im Jahre 1909 wurde der Abbau des Kalksteins eingestellt. Die Bergleute haben
überwiegend in Handarbeit insgesamt 4 Sohlen in den Berg getrieben. Die beiden unteren sind heute geflutet und bieten Höhlentauchern ein faszinierendes
Unterwasserreich. Die erste und zweite Sohle präsentieren sich dem Besucher als die bekannten und einzigartigen Felsendome. Diese beiden Sohlen mit einer Deckenhöhe
von teilweise 9 Meter haben mehrere große Ausweitungen und insgesamt ca. 23.000 Kubikmeter Hohlraum!
Die Felsendome sind sowohl ein Ort der Ruhe und Erholung wie aber auch ein
Naturschauspiel. So machte die Dunkelheit diese Höhlen auch zu einem beliebten Paradies der Fledermäuse welche man hier zahlreich bewundern kann. Im Marmorsaal,
bildeten sich bei anhaltenden frostigen Temperaturen durch herab tropfendes Wasser 1-
2 Meter hohe wenige Zentimeter starke Eissäulen. Die faszinierende Akustik ermöglicht einzigartige Konzerterlebnisse unter Tage.
Auch so manche phantastische Geschichten ranken sich um dieses einzigartige Labyrinth von Gängen.
Die jetzigen Betreiber haben das Objekt mit viel liebe zum Detail saniert. Die Außenanlage wurde erneuert, und die Gebäude
denkmalgerecht wieder hergestellt.; z.B. das Museum oder das bereits über 150 Jahre alte Brennmeisterwohnhaus, in dem jetzt eine
mit alten Bauernmöbeln ausgestattete Hochzeitssuite eingerichtet ist. Auch das Restaurant “Felsendome“ hat heute viel zu bieten, gute Küche mittlerer Preisklasse, gediegene Einrichtung im Grubenstiel, Gesellschaftsräume und ein breites Veranstaltungsangebot.
Es wäre zu wünschen das andere ehemals attraktive Rabensteiner Einrichtungen ebenso engagierte Betreiber finden.
|
|
|
|
|
|
|
Der Stausee Oberrabenstein ist einer der Hauptanziehungspunkte der Urlaubsregion Rabensteiner Wald / Rabenstein. Er
wurde im Jahre 1976 eröffnet, verfügt über ca. 7 Hektar Wasserfläche mit einem 400m langen Badestrand. Die Einläufe des Stausees reichen bis in den angrenzenden Rabensteiner
Wald und werden in den dort entstandenen Feuchtbiotopen vom Tränk- und Eisenbach gespeist. Die Naturstaumauer trennt heute das Stauseegelände vom Mühlengrund ab.
Einst gab es hier eine Kette von Teichen welche in grauer Vorzeit die Mönche des Benediktiner Klosters zur Fischzucht angelegt haben sollen, „die Schwarzen Teiche“. Nachdem die oberen
Teiche in den Stausee aufgegangen sind existieren heute noch zwei der Schwarzen Teiche im Mühlengrund und der erste der Teichkette der „Schafteich“ mit seiner kleinen Insel. Der
Stausee bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten der Erholung und Entspannung. So u.a. eine große Wasserrutsche, Planschbecken für die Kleinsten, FKK Bereich, Bootsverleih, schöne Spiel und Sportplätze, eine original finnische Mietsauna
und Gastronomie. Außerdem ist das Sausseegelände übers Jahr Schauplatz für eine ganze Menge von Veranstaltungen. Im angrenzenden Mühlengrund findet man den
Sauna und Wellnessbereich welcher komplett neu gestaltet wurde. |
|
|
|
|
|
|
|
Am südlichen Rand des heutigen Chemnitzer Stadtteils Rabenstein befindet sich der,
Mitte der 60er Jahre als Heimattiergarten eröffnete Chemnitzer Tierpark. Mittlerweile leben hier auf einer Fläche von über 10 Hektar (ohne Wildgatter) über 1700 Tiere in ca.
170 Arten. Unser Tierpark hat sich nach der Wende auf die Erhaltung vom Aussterben bedrohter Tierarten spezialisiert. So fanden eine Vielzahl äußerst seltener und bedrohter
Tiere wie Mesopotamische Damhirsche, Somaliwildesel, Goldgelbe Löwenäffchen, Riesensalamander und Rote Tomatenfrösche eine neue Heimat im Herzen Sachsens. Viele neue Anlagen wie Tigergehege, Zebrahaus, Flamingoanlage, Papageien- und
Fasanenanlage, Vivarium und Krallenäffchenhaus sowie dem seit 2002 neu zu erlebenden Tropenhaus machen unseren einstigen Heimattiergarten heute zu einen modernen Zoo.
Vor dem Gelände des Tierparks befindet sich ein großer Abenteuerspielplatz der sehr gern von Familien mit Kindern besucht wird.
Im Volksmund wird der Chemnitzer Tierpark auch Pelzmühle genannt. Diese Bezeichnung stammt
aus einer Zeit da sich an dieser Stelle ein großes Ausflugslokal mit Ballsaal befand.
Die alte Gaststätte Pelzmühle mit ihrem schönen Saal gibt es heute leider nicht mehr, aber einen
neuen modernen Restaurantbau, welcher mit einem breitem Angebot, nach einem Tierpark- besuch zum Verweilen am Pelzmühlenteich einlädt
|
|
|
|
|
|
|
|
Im Rabensteiner Wald, in unmittelbarer Nähe des Oberrabensteiner Stausees und des Campingplatzes befindet sich das
1973 übergebene Wildgatter. In der ca. 36 Hektar großen Wildoase können von gepflegten Wegen aus, in Ruhe die Wildtiere unserer
Heimat beobachtet werden. Zu sehen sind hier ca. 100 Tiere in 14 Arten. Europäische Wildtiere wie Rot- und Damwild, Rehe, Mufflons, Wildschweine, Birk- und Auerhühner, sowie Waldvögel
werden artgerecht in naturnahen Gehegen gehalten. Im Frühling und Sommer sind überall Jungtiere zu sehen. Während der Brunftzeit im Herbst kann der Kampf der
Hirsche beobachtet werden. Auch im romantischen Winterwald sind zottige Wisente
und dickbepelzte Luchse zu sehen. Vielleicht hört man sogar die Wölfe heulen.
Führungen mit Schaufütterung gehören zu den besonderen Angeboten des Wildgatters (nach Voranmeldung unter Telefon 0371/850708). Beobachtungskanzeln erleichtern
einen uneingeschränkten Blick auf die Bewohner der Gehege. Das Wildgatter ist ein Bereich des Tierparks Chemnitz. |
|
|
|
|
|
Kulturpalast
|
|
Der Rabensteiner Kulturpalast stellt derzeit leider nur für Geschichts- und Architektur Interessiert e eine Sehenswürdigkeit dar. Er war einst Teil, des schon in der frühen Nachkriegszeit entstandenen „Kulturparks der Werktätigen“, zu welchem auch das Haus für
Körperkultur, mit Schwimm- und Sporthalle und eine umfangreiche Parkanlage mit Wasserspielen und Pavillons gehörte. In den 60er Jahren kamen noch, dass wieder hergestellte alte Gasthaus
„Pelzmühle“ mit Spielplätzen, dem Gondelteich und der Tierpark hinzu. In den 70er Jahren wurde aus dem Kulturpalast das Studio Karl-Marx-Stadt des DDR Fernsehens und nach der Wende das MDR
Studio Chemnitz. Nachdem der MDR ende der 90er Jahre in sein neues Sendezentrum zog, wurde das Haus nur noch für einige Veranstaltungen von „fiesta del parque“ genutzt und ist seit dem
ebenso wie das einstige Haus für Körperkultur dem Verfall preisgegeben. Der derzeitige Besitzer möchte das
unter Denkmalschutz stehende neoklassizistische Bauwerk abreisen um auf dem Gelände Eigenheime zu
errichten. Gemeinsam mit vielen Chemnitzer kämpfen wir für den Erhalt des kulturhistorisch und geschichtlich wertvollen Areals mit
dem einstigen Kulturpalast. Nicht zuletzt um unseren Kindern zu erhalten, was einfache Menschen in schwerster Zeit, zum Teil als Trümmerfrauen und Zwangsarbeiter geschaffen haben.
|
|
|
|
Viadukt
|
|
Der Oberrabensteiner Eisenbahnviadukt ist eine der ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands. Die ca. 150m
lange und 23m hohe Brücke wurde 1897 im Auftrag der Königlich Sächsische Staatseisenbahn erbaut. Der letzte Zug der Oberrabensteinbahn fuhr 1950 über den Viadukt. Im Jahr 1985
wurde das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt und in der Folgezeit zum Aussichtspunkt mit Panoramawanderweg umgebaut. Dieser bietet sowohl eine phantastische Sicht auf
Oberrabenstein mit Burg, Schlossbrauerei und alter Schäferei, wie auch in der Gegenrichtung über ganz Chemnitz zu den Gipfeln des Erzgebirges. Mittlerweile begann eine grundlegenden
Sanierung des Objekts so das die Hoffnung besteht, dass dieser letzte Teil Rabensteiner Eisenbahngeschichte als Denkmal dauerhaft überlebt.
|
|
|
|
St. Georg Kirche
|
|
Die Pfarrkirche St. Georg wurde 1852 – 1854 an gleicher Stelle wie ihre Vorgängerin als erste Kirche Sachsens im historisierenden Stil (neugotisch, mit Natursteinsäulen, weißen Wänden und Holzeinbauten)
errichtet. Die Kirchweih wird am Sonntag vor Michaelis (29. September) begangen. Besichtigenswert sind in dem überraschend weiten Raum sehr ausdrucksvolle Altarraumfenster,
der Marmoraltar mit dem von Ernst Rietschel entworfenen Gekreuzigten, dessen Füße eine kniende Maria umfängt, aus der Vorgängerkirche von Michael Hegewald der Taufstein (1595) und das
Altarbild (?1629) sowie die figürlich gestalteten Grabplatten des Ritters Georg von Carlowitz und seiner Frau Anna geb. von Ende. 
Hermann Eule erweiterte 1929 die Orgel von Urban Kreuzbach auf 35 Register in romantischer Disposition.  Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde lädt in die Kirche zum Mitfeiern der
Gottesdienste sonntags 9.30 Uhr wie zu allen anderen Veranstaltungen ein, z.B. zu Konzerten – bitte machen Sie sich kundig!
Außerhalb der Veranstaltungszeit erhalten Sie Zutritt zur Kirche durch
Herrn Mehner, Trützschlerstr. 9 (Kantorat) oder Pf. Dr. Hamel, Georgenkirchweg 1 (Pfarrhaus). Seien Sie herzlich willkommen!
|
|
|
|
|
|
|
Der Totenstein ist mit fast 485m die höchste Erhebung im Rabensteiner Wald. Er ist neben der Burg auch der
sagenumwobenste Punkt in unserer Gegend, sicher nicht zuletzt wegen des sehr seltenen Leuchtmoos welches in den Totensteinhöhlen wächst und wie der Namen schon
sagt die Fähigkeit besitzt im dunklen zu leuchten.
Für die Herkunft des Namens „Totenstein“ gibt es verschiedene Deutungen, zum einen soll er wie
die Sage es überliefert vom einstigen Kult- und Opferplatz slawischer Stämme abgeleitet sein, zum anderen soll es hier in grauer Vorzeit zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen
slawischen Stämmen und germanischen Kriegern gekommen sein. Heute gehen viele Historiker davon aus das der Name Totenstein von totem Gestein abgeleitet wurde, dass heißt das die
bergmännische Suche nach Erzen hier scheiterte.
Als gesichert gilt dieser Berg wurde schon in sehr früher Zeit von Menschen besucht, lange bevor es in dieser Gegend Siedlungen gab.
Im anbrechenden Industriezeitalter wurde der Gipfel mehr und mehr zu
einem beliebten Ausflugsziel der Entspannung suchenden Stadtbevölkerung welche die fantastische Fernsicht, bei günstiger Witterung von Leipzig bis zu den Gipfeln des Erzgebirges, genießen
wollten. Aus diesem Grund wurde 1886 hier bereits ein erster Aussichtsturm errichtet und auf den Namen der Tochter des sächsischen Prinzen Georg, „Maria - Josefa - Turm“ benannt.
In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts folgte ein dunkles Kapitel, der alte Aussichtsturm wurde abgerissen und durch einen
Betonturm ersetzt. Da dieser als geheimes Stasi Objekt fungierte, sperrten die damaligen Machthaber das Gelände weiträumig ab
und umschlossen es mit drei Zäunen. Erst mit dem Fall der „Großen Mauer“ fielen auch die Absperranlagen am Totenstein, und die
erholungsuchenden Menschen eroberten den magischen Berg für sich zurück.
Im Jahre 1998 wurde neben dem Betonturm, welchen heute die Telekom als Sender betreibt, ein neuer Aussichtsturm errichtet.
Diesen nannte man nach dem Alten Turm wieder "Maria Josefa Turm“. Für das Wohl der Wanderer sorgen heute eine kleine Gaststätte und ein Imbiss am Totenstein.
|
|
|
|
|
|
|
|